Ich bin tief berührt von meinem Herzensprojekt, der 50h Fortbildung “Authentischer unterrichten” .

Die letzten Monate haben sich 18 YogalehrerInnen mutig mit sich, ihren Werten, Glaubenssätzen, Schattenseiten und auch Ängsten auseinandergesetzt. Sie haben Tools an die Hand bekommen, sich selbst und gegenseitig zuzuhören, wahrzunehmen, zuzulassen und wertzuschätzen.

Was bedeutet eigentlich “Authentizität”? Was macht eine LehrerIn aus, die authentisch unterrichtet …und bestenfalls ist?

Dieser Frage sind wir nachgegangen … und haben dabei vielerlei Spannendes entdeckt-und am Ende sogar uns selbst 🙂

“Authentizität bezeichnet eine Persönlichkeitseigenschaft und einen persönlichen (ethischen) Wert (Wertvorstellung).”

Angewendet auf Personen bedeutet Authentizität, sich gemäß seinem wahren Selbst, d. h. seinen Werten, Gedanken, Emotionen, Überzeugungen und Bedürfnissen auszudrücken und dementsprechend zu  handeln, und sich nicht durch äußere Einflüsse bestimmen zu lassen. (Harter, 2002)

„Wenn du den Blick nach innen richtest, wirst du
– wenn dein Geist sich beruhigt und dein Herz sich öffnet –
die nahezu unerträgliche Schönheit des Lebens erfahren und den Ozean der Tränen.
Krieg, Rassismus, Klimawandel – wenn du dein Herz öffnest, kommt alles zu dir.

Und genau das ist es, was ein authentisches, liebendes menschliches Wesen ausmacht.“
Jack Kornfield

 

Authentizität- ein hoher Anspruch, gerade in der heutigen Zeit der photogeshoppten, mit Glitzer-Filter bearbeiteten Hochglanz- Instagram- Yogaseiten. Aber auch in Zeiten der zunehmenden Spaltung unserer Gesellschaft und der Frage, wie verhalte ich mich angesichts dessen, als YogiNI.

Eine große Hilfe auf dem Weg zu unserer Authentizität bietet dabei das 4. Niyama nach Patanjalis achtgliedrigem Pfad: Svadhyaha

Mithilfe von Selbstreflektion und Selbststudium machen wir uns auf die Reise, die Verbindung zur inneren Wahrheit zu finden. Statt im Außen nach Antworten zu suchen, regt Svadhyaya dazu an, nach innen zu schauen und uns selbst zu (hinter)fragen.

Svadhyaya heißt also, sich auf die Suche nach dem zu machen, wer wir wirklich sind:

  • Unsere Fähigkeiten und unsere (Lebens)Aufgabe ans Licht zu bringen und auch zu leben.
  • Uns unsere eigene Schwächen einzugestehen und
  • unsere Identifikationen und Glaubenssätze wahrzunehmen und zu transformieren.

Durch die Praxis von Svadhyaya schulen wir unsere Bewusstheit und lösen uns so von unseren Konditionierungen, Mustern und Zweifeln. Wir richten durch unsere Achtsamkeitspraxis den Blick nach innen und kommen in Kontakt mit unserem “höheren Selbst”, unserer inneren Wahrheit.

Svadhyaya ist also ein wichtiger Schritt in Richtung Echtheit … und keineswegs nur YogalehrerInnen vorbehalten 🙏

FOLGST DU DEINEM DHARMA?
Hast du dich auch schon mal gefragt, was das ganze Leben eigentlich für einen Sinn hat? Die Sehnsucht nach der Beantwortung dieser Frage schlummert in uns allen.
Es ist ok, zu zweifeln und nicht zu wissen. Du kannst nicht wissen, wie dein Leben die Welt beeinflusst. Was du jedoch erfahren kannst, ist, dass die Intention deines Herzens Früchte trägt und der Wandel zum Besseren aus deinem Leben entstehen kann. Daran solltest du niemals zweifeln!

Denn wenn du dein Herz öffnest und liebst und lebst, wird alles zu dir kommen. Alle Voraussetzungen für ein erfülltes Leben liegen bereits in dir.

Neben einer täglichen Meditationspraxis ist es hilfreich, auch zwischendurch in alltäglichen Situationen immer wieder aufmerksam innezuhalten:

  • Was fühlst du gerade?
  • Wie fühlst du dich?
  • Was denkst du?

Betrachte alles was kommt, einen Moment bleibt und auch wieder geht, wertfrei mit offenem Herzen.

Authentisch ist, wer wird, was er schon immer ist.

Ich durfte wie eine Dirigentin ein bunt zusammengewürfeltes Orchester begleiten ihre Melodie zu finden, ihre Instrumente zu stimmen und zusammen eine Sinfonie zu spielen, die das Leben feiert. Danke, dass ich dabei sein durfte!

Was bedeutet für dich Authentizität und wer inspiriert dich mit seiner/ ihrer Echtheit? Ich freue mich auf Eure Kommentare.

Love & Light

Marion